Montag, 24. August 2015

Seneca: Heuchler, Moralist, Lebemann?

Der Philosoph Lucius Annaeus Seneca ist vor allem deswegen ein beliebter Schulautor, weil sein Latein klar und einfach zu übersetzen ist – zumindest in Prosa, so werden seine philosophischen Briefe an den jungen Lucilius häufig gelesen. Deren Inhalte sind wenig spektakulär: in sanften Ermahnungen rät Seneca dem jungen Freund zu stoischem Masshalten, Gelassenheit, Menschenfreundlichkeit etc. Dass Seneca aber auch noch ein ganz anderes Gesicht hatte, wird häufig unterschlagen: unter dem Terrorregime seines Schülers Nero wurde er steinreich und lebte in luxuriöser Ausschweifung – bis Nero ihn zum Selbstmord zwang … Wer mehr wissen will, kann dies in einem spannenden Artikel des New Yorker nachlesen.


Seneca-Portrait als Teil einer Doppelherme, Antikensammlung Berlin, 1. Hälfte des 3. Jh. n. Chr.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Doppelherme_des_Sokrates_und_Seneca#/media/File:Seneca-berlinantikensammlung-2_copy.jpg

Dienstag, 18. August 2015

Lehre im Maschinenraum

Latein als Integrationsmassnahme: in Berlin-Neukölln lernen Migranten nichtdeutscher Herkunftssprache Latein – und strafen rassistische Zukunftsszenarien Lügen, nach denen “sich Deutschland abschafft”. Ein wunderbares Beispiel dafür, wie sich Kulturen begegnen können, gerade im Fach Latein, ist in der Berliner Morgenpost beschrieben.



Bildquelle: http://www.goethezeitportal.de/wissen/projektepool/goethe-schiller-co/weitere-literaturprojekte-fuer-jugendliche/archiv/workshop-ueber-den-west-oestlichen-divan-casa-di-goethe.html
(Werbung für einen Workshop über den West-Östlichen Divan in … na wo wohl? ROM!)